Unterschiedliche Zielgruppen im Web ansprechen

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Zahnarzt Webseite für KinderViele Zahnärzte bieten neben ihrer Kerntätigkeit mit allgemeinen Zahnarztleistungen noch weitere Leistungen an, die sich an spezielle Zielgruppen richtet. So gibt es beispielsweise Zahnärzte die sich zusätzlich auf die ästhetische Zahnmedizin spezialisiert haben. Damit wollen die Zahnärzte auch Kundenkreise ansprechen die Leistungen in Anspruch nehmen, die nicht von den Krankenkassen abgedeckt werden, wie z.B. Bleaching und Veneers. Andere Zahnärzte wollen in dem Bereich der allgemeinen Zahnarztleistungen bestimmte Kundengruppen wie z.B. Angstpatienten oder Kinder ansprechen.

Der wichtigste Kanal in Bezug auf die Aussenwirkung für potentielle Neukunden ist für viele Zahnärzte die Webseite. Hier stellt sich die Frage wie man dort verschiedene eigene Leistungskategorien anbietet und verschiedene Zielgruppen anspricht. Hierfür gibt es grundsätzlich drei unterschiedliche Möglichkeiten, die wir am Beispiel einer allgemeinen und einer special interest Leistungskategorie darstellen möchten:

  •  Eine Webseite und mehreren Kategorien
  •  Zwei Webseiten die über eine Domain (Verteilerseite) erreichbar sind
  •  Zwei Webseiten mit unterschiedlichen Domains mit optionalen Querverlinkungen

Die erste Variante ist sicher die gängigste und ist am leichtesten umzusetzen. Hier kann man einen eigenen Menüpunkt mit der special interest Leistung einfügen, die Inhalte hinterlegen. Dies hat den Vorteil, dass man nur eine Webseite bewerben muss und potentielle Kunden die sich zunächst nur für die allgemeinen Leistungen interessieren auf zusätzliche Leistungen hinweisen kann (Cross / Upselling). Der Nachteil liegt in der Präsentation der Inhalte. Verschiedene Zielgruppen wollen unterschiedlich angesprochen werden. Während auf einer allgemeinen Praxisseite meist nüchterne Inhalte und Informationen optisch ansprechend präsentiert werden, sind zum Beispiel im Bereich ästhetische Zahnmedizin und Kinderzahnarztpraxen emotional aufgeladene Erlebniswelten ein Thema. Dies kann schlecht auf einer Webseite mit nur einem Layout umgesetzt werden.

Bei der zweiten Variante schauen wir uns ein Beispiel aus Hamburg an. Die zahnärztlichen Praxis Patrick Busch hat mit www.mein-lachen.de eine Verteilerseite von der man zum einen auf die allgemeine Seite der Zahnarztpraxis mit gleicher Domain kommt und zum anderen auf www.mein-kinderlachen.de gelangt, der Webseite für Kinder- und Jugendzahnmedizin. Die Webseiten sind von der Grundgestaltung ähnlich, arbeiten aber mit unterschiedlichen Gestaltungselementen und abgestimmter Ansprache. Somit haben wir bei dieser Lösung unterschiedliche Zielgruppenansprachen, verlieren kein Crosssellingpotential durch voneinander abgegrenzte URLs. Die sozialen Kanäle (Facebook und Google+) sind dagegen nicht individualisiert und scheinen eher inhaltlich zu der allgemeinen Webseite zu passen.

Bei der dritten Variante gehen wir nach München. Die Hauptwebseite der Zahnarztpraxis Dr. Pink hatten wir ja schon vorgestellt. Hier finden wir nicht nur eine normale, mehr oder weniger statische Webseite, sondern auch unter News einen Corporate Blog, dessen Inhalte auch über den sozialen Kanal Google+ ausgespielt werden. Als zweite Domain existiert die Webseite www.weisse-zaehne-muenchen.com, die sich ausschliesslich mit Themen der ästhetischen Zahnmedizin beschäftigt und im Gegensatz zur allgemeinen Webseite eher bildlastig ist. Für diese Seite gibt es eine eigene Facebookseite, die aber auch Inhalte aus dem Corporate Blog der Hauptseite postet. Bei dieser Lösung hat die Zahnarztpraxis redundante, aber unterschiedliche Möglichkeiten der Ansprache von special interest Patienten geschaffen. Auch die Hauptseite bietet die Leistungen der ästhetischen Zahnmedizin an, kommuniziert diese aber auf eine andere Art und Weise. Hier wird zudem regelmässig aktueller Content vermarktet, bei dem der corporate Blog als Content Hub fungiert.

4 Kommentare zu „Unterschiedliche Zielgruppen im Web ansprechen

    Ralph Burkhardt sagte:
    21. Februar um 20:23

    prima print Ergänzung zur website: gzsl.de/magazinpremium_1_14

    Dr Klotzinger sagte:
    18. März um 12:26

    Interessante Ansätze. Für unterschiedliche Bedarfsgruppen unterschiedlche Webseiten zu gestalten finde ich schon sehr aufwendig. Vor allem dann wenn man noch einen Blog betreiben soll – habe ich dann doch einige Stunden pro Woche damit zu tun! Die Frage ist dann für mich: Zahlt sich das eigentlich aus?

    Brigitte sagte:
    24. März um 13:51

    Eine Webseite reicht ums sie zu pflegen. Wenn ich mir denke, dass ich eine zweite (mobile) auch noch pflegen muss- na dann hätt ich für meine eigentliche Tätigkeit nicht mehr viel Zeit!

    Burkhardt sagte:
    4. November um 21:18

    @Brigitte: Wenn ich keine Zeit habe um wichtige Ding zu erledigen, buche ich dafür einen Dienstleister. Mein Auto lasse ich doch auf reparieren, oder lasse die PZR bein ZA machen. Warum denken Sie, daß eine Website selber gepflegt werden muss?

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